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Hier lebt der Genuss

Kleine Ferien – kleine Abenteuer – großes Vergnügen

Unsere Naturparkführer sind viel unterwegs in der freien Natur im Schwäbischen Wald. Also hat die Geschäftsstelle des Schwäbischer Wald Tourismus e. V. einfach mal nach Tipps für die Freizeit nachgefragt und wird in loser Folge Anregungen unserer Naturparkführer*innen veröffentlichen. Den Anfang macht Naturparkführer Walter Hieber.

Hier also Tipps vom WaldMeister-Naturparkführer Walter Hieber – nicht nur für die Herbstferien im Schwäbischen Wald

Noch nichts geplant in den Herbstferien?
Verreisen zu riskant?
Wetter zu unberechenbar?
Kein Problem!

Ich komme als Naturparkführer viel herum im Schwäbischen Wald und habe mir für meine Gäste schon jede Menge kleine, außergewöhnliche Naturerlebnisse einfallen lassen:

Mikroabenteuer - je einfacher, je genialer!

Mikroabenteuer sind kleine Abenteuer vor der Haustür, die Ihr erleben könnt, ohne große Vorbereitung, ohne großen Aufwand, ohne weite Anfahrt. Den Begriff prägte der englische Abenteurer Alastair Humphreys, der dafür 2012 vom „National Geographic“ als Abenteurer des Jahres gekürt wurde.
Diese „adventures“ sollen lokal, einfach, kurz, erschwinglich und trotzdem aufregend und bereichernd sein. Einfach kurz entschlossen raus ins Grüne, dem Alltag entfliehen, den Kopf frei bekommen. Im Schwäbischen Wald finden sich dafür viele Gelegenheiten und geeignete Orte, und sie haben immer geöffnet. Die „kleinen Abenteuer“ eignen sich zumeist gleichermaßen für Einzelne, kleine Gruppen oder Familien, sie können fernab der bekannten Besucher-Hotspots zu jeder Zeit stattfinden und kosten in der Regel wenig bis gar nichts. Das ideale Ferienabenteuer in der Corona-Zeit!

Hier ein paar Kostproben von mir als Naturparkführer für Euch:

Eine Zufallswanderung

Die Kids wollen nicht einfach nur so wandern? Langweilig? Keine Lust? Immer die gleiche Strecke? Kleiner Trick gefällig? Probiert’s mal mit einer Zufallswanderung!
Die Idee ist so einfach wie genial: Geht los und werft an jeder Kreuzung eine Münze. Geht es nach links oder rechts weiter? Kopf oder Zahl! Die Münze entscheidet, wohin der Weg führt.
Eine erweiterte Variante für Familien: Mit der Münze wird nicht nur entschieden, in welche Richtung es weitergeht. Es kann auch ausgelost werden:

-          wer entscheidet, wo es weitergeht?
-          gleich weiter, oder vorher ein Spiel?
-          Schokolade oder Gummibärle?
-          vorwärts oder rückwärts weitergehen?
-          geht es sehend oder blind (geführt) weiter?
-          auf dem Weg oder durchs Gelände?
-          langsam oder schnell?

Sollte es mehr als zwei Optionen geben, habe ich meinen großen Schaumstoff-Würfel dabei.  

Hinweis von mir: In bekannter Umgebung anfangen, Karte oder GPS mitnehmen, oder den Weg irgendwie kennzeichnen (gute und weniger gute Tipps hierfür gibt’s bei Grimms „Hänsel und Gretel“). Ihr wollt ja irgendwann wieder zurückfinden!

Den Sonnenaufgang auf der nächsten Erhebung erleben

Kein guter Gedanke in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu kriechen, findet Ihr? Ich auch!  Doch wenn Euch ein tolles Naturschauspiel erwartet, lohnt es sich. Der Weg führt Euch zuerst durch völlige Dunkelheit bergauf, bergab und hinauf auf die nächste Anhöhe. Die ersten Vögel haben ihren Morgengesang schon angestimmt, immer mehr kommen dazu. Dann ein diffuser Lichtschein am Horizont. Das Bild ändert sich von Minute zu Minute, die zunächst spärlichen Sonnenstrahlen wärmen ein wenig auf: Sonnenaufgänge haben etwas Zauberhaftes. Lichtspiele, der Nebel steigt auf, die Natur erwacht, um Euch herum regt sich Leben.
Sucht Euch einen schönen, aussichtsreichen Platz, nehmt Sitzunterlagen oder eine Decke mit. Wenn es hell ist und Ihr Euch satt gesehen habt, geht’s wieder nach Hause ins Warme. Vielleicht nochmal ins Bett, vielleicht in die warme Wanne, vielleicht an den Frühstückstisch zum heißen Kaffee. Ein Erlebnis, das für Alleingänger seinen Reiz in der Einsamkeit haben kann, aber auch gemeinsames Staunen mit Freunden oder der Familie ist ein tolles kleines Abenteuer.

Eine Nachtwanderung

Echt spannend finde ich es, nachts im Wald oder Gelände unterwegs zu sein. Gerne mit einer Horde abenteuerlustiger, ängstlicher bis aufgeregt-aufgedrehter Schüler, aber es darf auch mal alleine sein. Die klare Luft, die Stille, die eigentlich nur relativ ist. Hört genau hin… wie sich die Eulen unterhalten, die Mäuse rascheln, ja jedes einzelne fallende Blatt könnt ihr hören. Wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, könnt Ihr staunen über Fledermäuse, Glühwürmchen, unheimlich wirkende Schatten.
Den Weg muss man schon gut kennen, denn nachts scheint alles irgendwie anders. Bei uns im Schwäbischen Wald ist dazu der Sternenhimmel ein Erlebnis: Wo kaum Ortschaften sind, seht ihr ein Sternenmeer, die Milchstraße, ein paar bekannte Sternbilder, Flugzeuge, Satelliten – phänomenal. Probiert es aus!  Bleibt auf den Wegen, damit Ihr das Wild (und den Jäger) nicht zu sehr stört. Mit Kindern darf gerne mal ein Nachtspiel oder eine kleine Mutprobe dabei sein.

Ein Picknick unter freiem Himmel

Heute verspricht der Wetterbericht einen angenehmen Spätherbsttag mit Sonne, trocken, angenehme Temperaturen.  Ich liebe den Altweibersommer. Dieser Begriff soll übrigens von den Fäden der Baldachinspinnen kommen, die jetzt in der Luft wehen. Irgendwie erinnern sie an Omas silbergraues Haar – Altweibersommer eben. Jetzt juckt‘s mich, raus zu gehen, am besten sofort.  Also verlegen wir das Mittagessen kurzerhand ins Freie: Der Picknickkorb wird mit Leckereien gepackt, die allen schmecken. Eine große Decke, vielleicht ein paar Sitzpolster, ein Ball, Spielkarten, ein Buch usw. dürfen auch mit. Wir wollen uns ja Zeit nehmen. Tolle Picknickplätze gibt es genug im Schwäbischen Wald und sicher auch ganz in Eurer Nähe. Ein Grill- und Spielplatz, ein Fleckchen am Bach oder Weiher, eine kleine Waldlichtung, wie es beliebt. Hier kann nach Herzenslust geschmaust, erzählt, gespielt, gelesen werden. Ein ganz besonderer Herbstgenuss!

Eine Sauwetter-Tour

Auch bei Herbstblues-Wetter lässt sich was Schönes anstellen: Draußen ist es neblig, verregnet, kühl! Also lieber zuhause im Warmen bleiben? Auf keinen Fall - ich liebe es, eine gewisse Zeit lang vom kalten Regen gepiesackt und ein wenig heruntergekühlt zu werden, gegen den Wind anzugehen, wenn die Gesichtsmuskeln etwas einfrieren. Ein ganz besonderes Herbstfeeling. Wir packen uns warm und regendicht ein, ziehen die Gummistiefel an und raus geht’s ins Herbst-Schmuddel-Vergnügen: Ihr glaubt nicht, welchen Spaß das macht! Pfützenspringen, Matschwaten, Verstecken im Nebel, den weichen Nebel und den Wind auf der Haut spüren, usw. Das geht nur bei Sauwetter. Wenn alle frieren, geht’s wieder nach Hause in die warme Wohnung, unter die Dusche, ans Kaminfeuer. Es gibt eine warme Suppe, heißen Tee. Die meisten Kinder (und irgendwann auch die Eltern) werden es lieben.

Euer persönliches Mikroabenteuer

Erfindet Euer eigenes kleines Abenteuer.
Was wolltet Ihr schon lange mal draußen machen?
Spricht etwas dagegen, HEUTE loszulegen? Nein? Dann nichts wie raus – abenteuern!

Viel Spaß!

Das alles und noch viel mehr...können auch Sie erleben mit Naturparkführer Walter Hieber aus Welzheim: Telefon 07182 / 935697