Die Mühlen im Schwäbischen Wald haben sich zu einem echten Besuchermagneten entwickelt. Auch von weither kommen große und kleine Gäste zu der einmaligen Vielfalt von Mahl-, Säg- und Stampfmühlen.
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Die Rümelinsmühle wurde 1799 als Murrhardter Klostermühle erbaut. Die Mühle am Dentelbach mit einem Einkaufsladen für allerlei Mehlprodukte ist noch heute in Betrieb, wobei das 2007 erneuerte hölzerne Wasserrad nicht nur nostalgische Zierde, sondern für den Antrieb der Walzenstühle und des Schrotgangs zuständig ist. Wenn der Mühlkanal nicht genügend Wasser führt, muss der Elektromotor diese Arbeit übernehmen. Damit ist die Rümelinsmühle nicht nur ein Wirtschaftunternehmen, sondern ein touristischer Anziehungspunkt.
Am Pfingstmontag führt Meister Kugler durch seine Mühle, aus dem Backhäusle duftet Holzofenbrot und vor der Mühle laden Speis‘ und Trank zur Einkehr ein.
Im Mühlenladen erwartet die Besucher ein reichhaltiges Angebot an Naturkost, Mehl, Nudeln, bis hin zu Müsli und Linsen. Der Mühlenladen ist von Montag - Mittwoch von 8.30 - 13.00 Uhr und von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet. Donnerstags und freitags ist "Brotbacktag", weshalb der Laden durchgehend von 8.30 - 18.00 Uhr geöffnet ist.
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Die Ölmühle Michelau bei Rudersberg liegt am Wieslauf-Radwanderweg. Sie gilt als älteste Ölmühle in Baden-Württemberg und war von 1754 bis 1955 in Betrieb. Aus Leinsamen, Walnüssen, Bucheckern, Kürbiskernen und Raps wurde Speiseöl hergestellt. Seit 1990 ist dieses frühindustrielle Museum auch an jedem letzten Sonntag im Monat nachmittags geöffnet. Im Dachgeschoss der Ölmühle ist ein Flachsmuseum eingerichtet.
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Die Brandhöfer Öl- und Sägmühle liegt am Mühlenwanderweg, abgelegen zu Füßen des Hagbergs an an einem idyllischen Mühlenweiher. Mit ihrer Haferstampfe ist sie die einzige dieser Gattung im Schwäbischen Wald und damit ein Vorzeigeexemplar einer "alten deutschen Ölmühle mit Schlegel-Keil-Presse".
Bereits 1830 wurden in die damalige Hochgang-Vollgatter-Sägemeühle eine Haferstampfe und eine Ölmühle eingebaut. Die Haferstampfe wurde durch einen wasserradgetriebenen Wellbaum in Gang gesetzt. Hebearme bewegten 8 Stämpfel, die in 4 eisernen Trögen das Mahlgut - Mohn, Bucheckern, Leinsamen und Walnüsse - zerkleinerten. Auf einem Herd mit Pfanne und Rührwerk wurde das zerstampfte Mahlgut erwärmt und in den Ölstock gepackt. Mit einem Hammer, dem Ölschlegel, der von einem zweiten Wellbaum angetrieben wurde, wurde der Keil in den Ölstock geschlagen und dabei das Öl zur Speiseölgewinnung aus dem Mahlgut gepresst.
In vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wurde die Mühle inzwischen wieder funktionsfähig gemacht.
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Menzlesmühle bei Kaisersbach am Mühlenwanderweg wurde einst von 4 Wasserrädern angetrieben, 3 oberschlächtige für die Mahlmühle, 1 unterschlächtige für die noch bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorhandenen Sägemühle. Heute gibt es noch ein oberschlächtiges Wasserrad zu sehen. Bis ins 17. Jahrhundert hieß die Menzlesmühle nach dem nahe gelegenenen ort Cronhütte "Cronmühle". Nach einem Brand 1721 wurde in der heutigen Form wieder aufgebaut. Nach umfangreichen Renovierungen ist die Menlesmühle mit ihrer weitgehend erhaltenen Mühleneinrichtung ein Schmuckstück und eines der seltenen Exemplare, die am Zusammenfluss zweier Bäche von zwei Mühlkanälen angetrieben wurden.
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Die Geschichte der Heinlesmühle, einer Getreiderückschüttmühle mit Säge, begann im 12. Jahrhundert. Der beeindruckende Fachwerkbau wurde einst auch als Schildwirtschaft genutzt. Am Mühlentag ist die Mühle in Betrieb.
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Urig mutet die Vaihinghöfer Sägmühle an. Ihre Geschichte reicht ins 14. Jahrhundert zurück. Sie diente freien Bauern als Gemeinschaftssägemühle. 1973 kaufte sie die Gemeinde Alfdorf und renovierte sie umfassend. Am Mühlentag finden Vorführungen statt und es kann gegrillt werden.
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Die Voggenbergmühle ist eine moderne, vollautomatische Getreidemühle mit Pneumatikförderung. Heute wird hier mit Strom gemahlen. Am Mühlentag ist die Mühle bewirtschaftet.
Im Mühlenladen der Voggenbergmühle gibt es, wochentags von 9.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr sowie samstags von 9.00 - 14.00 Uhr, alles für große und kleine Hobbybäcker und -köche. Sei es z.B. Sauerteig, Brotmischungen oder verschiedene Mehlsorten oder doch Nudeln, Gewürzmischungen oder Soßen. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Trockenfrüchten, Nüssen und Müslis.
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Das Wasserrad der Meuschenmühle bei Rienharz misst sieben Meter im Durchmesser und ist damit das größte im ganzen Schwäbischen Wald. 1271 wurde die Meuschenmühle erstmals erwähnt. Sie verfügte über einen Gerbgang und zwei Mahlgänge. Bis heute ist eine Mahlanlage mit Mahlsteinen vollständig erhalten. Am Mühlentag ist die Meuschenmühle bewirtschaftet.
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Die Hagmühle ist eine Rückschüttmühle von 1417. 2001 erhielt sie ein neues Wasserrad. Benannt ist sie (Hag = Zaun) wie das benachbarte Pfahlbronn nach dem Obergermanischen Limes.
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Als Stampfmühle für Getreide wurde die Hundsberger Sägmühle zwischen 1500 und 1600 erbaut. Ehemals wurde die Mühle bei Gschwend mit Wasserkraft, heute mit elektrischem Strom betrieben.
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Die Ebersberger Mühle bei Kaisersbach ist eine Getreiderückschüttmühle mit drei Walzenstühlen.
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Das Marhördter Sägmühlmuseum befindet sich im Rottal zwischen Oberrot und Mainhardt. Die ehemalige Sägmühle aus dem Jahre 1856 wurde von der Gemeinde Oberrot in den Jahren 1981 bis 1983 zu einem Museum ausgebaut. Einzigartig ist diese kleine Mühle deshalb, weil hier auch das Haus der Müllerfamilie samt Einrichtung bewahrt wurde.
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Die Seemühle zwischen Unterweissach und Cottenweiler ist eine moderne Getreidemühle, die sich mit einem Tag der offenen Tür ebenfalls am Mühlentag beteiligt.
Dabei bietet sie mehr als nur Mehl. Über 1000 Produkte sind mittlerweile im Mühlenladen erhältlich, so gehören neben Backzutaten auch Teigwaren dazu. Geöffnet ist der Mühlenladen wochentags von 08.00 - 18.00 Uhr sowie samstags von 09.00 - 16.00 Uhr.
Führungen
Die Gästeführerinnen an Rems und Murr bieten seit letzten Sommer geführte Wanderungen zu verschiedenen Mühlen im Schwäbischen Wald an. Gästegruppen und Individualreisende erfahren Wissenswertes über Mühlenbau und Mühlenkunde, aber auch Mythen und Sagen, die sich um die Mühlen und das Mühlenhandwerk ranken.
Einblick wird gegeben in das Leben und Arbeiten rund um die Herstellung von Mehl und Brot und in das für die Betrachter oft verschlossene Innenleben der Mühlen. Besucher können sich auf diese Weise nicht nur am Mühlentag die Funktion und Arbeitsweise der Mühlen erklären lassen, sondern dieses Angebot das ganze Jahr über nutzen.
Als Abschluss besteht die Möglichkeit, bei einem Besuch auf dem Bauernhof oder in einer Holzofenbäckerei mit Kaffee und Kuchen oder einem deftigen Vesper den Tag ausklingen zu lassen.